Content-Strategie Redaktion 4 min

Weniger Inhalt auf Mobil bedeutet schlechtere Nutzererfahrung

Marta Jelinek uber Priorisierung, Struktur und den Unterschied zwischen Kurzen und Ordnen

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Weniger Inhalt auf Mobil bedeutet schlechtere Nutzererfahrung

Marta Jelinek arbeitet als Content-Strategin fur mittelstandische Unternehmen und begleitet seit 5 Jahren Webprojekte von der Konzeption bis zum Launch. Immer wieder trifft sie auf dieselbe Sorge aus Redaktionen: Wenn wir Mobile-First machen, mussen wir doch die Halfte unserer Texte streichen.

Diese Sorge beruht auf einem Denkfehler.

Mobile-First bedeutet nicht, Inhalte zu entfernen. Es bedeutet, Inhalte zu priorisieren. Der Unterschied ist erheblich. Ein langer Artikel bleibt vollstandig erhalten, er wird aber so strukturiert, dass die wichtigsten Informationen zuerst erscheinen, unabhangig davon, wie weit jemand scrollt.

Wie Priorisierung in der Praxis aussieht

Marta beschreibt einen Kunden aus dem Bereich Versicherungen. Die Produktseite enthielt 1.800 Worter mit 6 Abschnitten. Im Mobile-First-Prozess wurde nicht ein Wort geloscht. Stattdessen wurden Abschnitte neu geordnet: Kontaktmoglichkeit und Kernleistung kamen nach oben, ausfuhrliche Bedingungen nach unten. Die Absprungrate auf mobilen Geraten sank nach dem Relaunch um fast ein Drittel.

Gute Inhaltsstruktur ist auf dem Desktop wunschenswert. Auf Mobil ist sie notwendig. Das ist kein Nachteil, sondern ein Korrektiv fur Redaktionen, die Inhalte bisher zu wenig hierarchisch gedacht haben.