Mobile-First Webdesign 3 min

Mobile-First bedeutet nicht, dass Desktop unwichtig ist

Ein Gesprach uber den haufigsten Denkfehler beim Einstieg ins responsive Webdesign

Fehler melden
Mobile-First bedeutet nicht, dass Desktop unwichtig ist

Friederike Ohlsen arbeitet seit 9 Jahren als UX-Designerin und hat in dieser Zeit uber 40 Webprojekte betreut. Sie erinnert sich noch genau an den Moment, als eine Kundin ihr sagte:

Wir machen jetzt Mobile-First, also brauchen wir keine Desktop-Version mehr.

Das ist ein weitverbreitetes Missverstandnis.

Mobile-First ist eine Designstrategie, keine Entscheidung gegen den Desktop. Der Kern des Ansatzes: Man beginnt den Entwurf mit dem kleinsten Bildschirm, also etwa 360 Pixel Breite, und erweitert das Layout schrittweise fur grossere Gerate. Dieses Prinzip nennt sich Progressive Enhancement.

Warum beginnt man uberhaupt mit Mobil? Weil Einschrankungen kreativ machen. Auf einem kleinen Bildschirm muss jedes Element seinen Platz rechtfertigen. Uberflussige Inhalte fallen weg, die Navigation wird klarer, die Ladezeiten sinken.

Was die Statistik sagt

Im Jahr 2024 kommen je nach Branche zwischen 55 und 70 Prozent aller Webseitenbesuche von mobilen Geraten. Das rechtfertigt den Startpunkt, aber es bedeutet nicht, dass Desktop-Nutzer vernachlassigt werden durfen. Ein gut umgesetztes Mobile-First-Projekt liefert auf allen Bildschirmgrossen ein funktionierendes Ergebnis.

Friederike sagt es so: Man entwirft zuerst fur die schwerste Bedingung. Alles andere wird danach einfacher, nicht unnotig.